Forum Nachhaltige Entwicklungunter dem Dach der Nachhaltigkeitsallianz Hessen

Newsletter März 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

in dieser Ausgabe dreht sich vieles ums Mitmachen und Gestalten: Am 23. September findet der 9. Tag der Nachhaltigkeit Hessen statt – wir laden Sie herzlich ein, sich mit eigenen Veranstaltungen und Aktionen zu beteiligen. Bereits im Frühjahr laden die Aktionstage des Sauberhaften Hessens zum Mitmachen ein: der Sauberhafte Kindertag am 5. Mai und der Sauberhafte Schulweg am 23. Juni.

Auch Formate wie der Earth Day, die DemokratieKioske im Rhein-Main-Gebiet und Repair-Cafés sind Angebote, die es ermöglichen, selbst aktiv zu werden und Nachhaltigkeit zu leben. Unter „Gewusst wie: Frühjahrsputz und Ausmisten nachhaltig“ zeigen wir, wie der Frühjahrsputz vereinfacht und dabei umwelt- und ressourcenschonend gestaltet werden kann.

Wir berichten zudem über den neu berufenen Rat für Nachhaltige Entwicklung, verschiedene Nachhaltigkeitstools, den Boden des Jahres sowie Förderungen im Natürlichen Klimaschutz und einige spannende Veranstaltungen. Lassen Sie sich von hessischen Initiativen inspirieren!

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre und eine gute Frühlingszeit!

Ihre Geschäftsstelle der Nachhaltigkeitsallianz Hessen

KeyVisual für den 9. Tag der Nachhaltigkeit
Der 9. Tag der Nachhaltigkeit Hessen findet am 23. September statt.
© HMLU

Aktuelles

9. Tag der Nachhaltigkeit Hessen: Gemeinsam. Mehr. Bewegen.

Am 23. September ist es soweit: Der Tag der Nachhaltigkeit findet bereits zum neunten Mal statt. Wir laden Sie herzlich ein, das Programm aktiv mitzugestalten. Ob als Einzelperson, Initiative, Verein, Schule, Kommune, Institution oder Unternehmen: Machen Sie Ihr Engagement sichtbar – jede noch so kleine Aktion ist wichtig und kann viel bewirken. Tragen Sie Ihre Veranstaltung frühzeitig in den Online‑Veranstaltungskompass ein und lassen Sie sich auf der Website zum Aktionstag sowie in der Chronik vergangener Jahre inspirieren.

Das Motto „Unser Hessen: Gemeinsam. Mehr. Bewegen.“ unterstreicht den Anspruch, Heimat und Zukunft verantwortungsvoll zu gestalten, bestehende Aktivitäten auszubauen und neue Ideen anzustoßen. Der Tag der Nachhaltigkeit setzt damit ein Zeichen für gemeinsames Handeln für unsere Gesellschaft und Natur in Hessen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Gruppenfoto des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE)
Konstituierende Sitzung des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE) im Bundeskanzleramt.
© Presse- und Informationsamt der Bundesregierung / Sandra Steins

Rat für Nachhaltige Entwicklung neu berufen – Weichenstellung für die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie

Auf Vorschlag von Bundeskanzler Friedrich Merz hat die Bundesregierung am 28. Januar 2026 den Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) turnusgemäß neu berufen. Acht Personen wurden neu in das 15-köpfige, unabhängige Beratungsgremium aufgenommen, sieben bisherige Mitglieder setzen ihre Arbeit fort.

Der RNE berät die Bundesregierung in Fragen der Nachhaltigkeits- und Zukunftspolitik und unterstützt insbesondere die Weiterentwicklung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie hin zu einem stärker handlungsorientierten Aktionsplan. Dem Rat gehören 15 Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik an; künftig arbeiten sechs Frauen und neun Männer im Gremium mit. Der Rat hat bei seiner konstituierenden Sitzung Professor Dr. Gerald H. Haug zum Vorsitzenden und Reiner Hoffmann, den bisherigen Vorsitzenden, zu seinem Stellvertreter gewählt. 2026 feiert der Rat zudem sein 25-jähriges Bestehen, seit er im Jahr 2001 erstmals eingesetzt wurde.

Weitere Informationen finden Sie hier

KeyVisual des Earth Day
Auch in Hessen finden Aktionen rund um den Earth Day statt.
© Earth Day Deutschland

Earth Day und Deutscher Erdüberlastungstag 2026

Am 22. April findet der diesjährige deutsche und internationale Earth Day statt. Unter dem Motto „Mach mit. Geh voran. Lebe bewusst nachhaltig.“ finden bundesweit Aktionen statt, einige davon in Hessen. Zum Beispiel installiert das pädagogische Klimakunstprojekt „Blue Demonstration“ mit Schülerinnen und Schülern die Blue17Circles in 17 deutschen Großstädten, darunter Frankfurt und Kassel. Alle Aktionen und weitere Informationen finden Sie unter Earth Day Deutschland.

Wenige Wochen später, auf den 10. Mai, fällt der diesjährige deutsche Erdüberlastungstag. Dieser Tag wird, ebenso wie der globale und die Erdüberlastungstage vieler Staaten, von der Ecological Footprint Initiative an der Universität York berechnet. Er zeigt den Tag an, an dem die jährliche Kapazität aller globalen Ökosysteme aufgebraucht wäre, wenn alle Menschen so leben würden, wie die Menschen im jeweiligen Land. Im Vergleich zum letztjährigen errechneten Datum ist der deutsche Erdüberlastungstag 2026 eine Woche später.

Mehr Informationen finden Sie auf der Webseite des Erdüberlastungstags.

Kinder mit Maskottchen Müllmo
Kinder mit Maskottchen Müllmo bei den Aktionstagen 2025.
© HMLU/Jonas Diehl

Die Aktionstage 2026 der Umweltkampagne „Sauberhaftes Hessen“ rücken näher!

Auch in diesem Jahr führt das Hessische Landwirtschafts- und Umweltministerium im Rahmen der Kampagne „Sauberhaftes Hessen“ gemeinsam mit den hessischen Kitas und Schulen die Aktionstage „Sauberhafter Kindertag“ und „Sauberhafter Schulweg“ durch.

Dabei sammeln Kinder und Jugendliche nicht nur achtlos weggeworfene Abfälle, sondern lernen gleichzeitig einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur. Sie erfahren, dass gemeinsames Handeln viel bewirken und vor allem auch Spaß machen kann. Die beiden Abfallsammelaktionen haben in den letzten Jahren immer wieder neue Rekordbeteiligungen erreicht.

In diesem Jahr finden die Aktionstage an folgenden Terminen statt:

  • 5. Mai 2026: „Sauberhafter Kindertag“
  • 23. Juni 2026: „Sauberhafter Schulweg“

Anmeldungen für den „Sauberhaften Kindertag“ können ab dem 23. März hier erfolgen. Anmeldungen für den „Sauberhaften Schulweg“ sind voraussichtlich ab Mai möglich.

Weiter Informationen finden Sie hier

Logo des NAMA Tools
Das NAMA Tool geht in die zweite Testphase.
© ANU e.V.

Jetzt mitmachen: Das NAMA Tool sucht Testvereine!

Die Entwicklung des Nachhaltigkeitsmanagement-Tools (NAMA) geht im April und Mai in die zweite Testphase. Dafür sucht die ANU Hessen e.V. weitere Vereine und Verbände, die das neue NAMA Tool im Vereinsalltag erproben wollen.

Das NAMA Tool wird als bedarfsorientiertes, digitales Instrument entwickelt, das zivilgesellschaftlichen Organisationen hilft, ihr Engagement für Nachhaltigkeit strategischer und wirkungsvoller zu gestalten. Ziel ist es, Vereine dabei zu unterstützen, mit ihren Aktivitäten noch gezielter zur Umsetzung der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) beizutragen.

Im Fokus stehen die Handlungsfelder sozial-ökologische Beschaffung und Veranstaltungsmanagement, Ressourcenverbrauch und Kreislaufwirtschaft sowie nachhaltige Ernährung und Gemeinschaftsverpflegung.

Weitere Informationen zum Tool und zur Anmeldung

Kohlenmeilerboden
Ein hessischer Kohlenmeilerboden.
© HLNUG

Engagiertes Hessen

Archivboden – Boden des Jahres 2026

In diesem Jahr ist der Archivboden der Boden des Jahres. Schirmherr der Auszeichnung ist das Hessische Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat (HMLU). Mit der jährlichen Wahl eines Bodens wird die Aufmerksamkeit auf eine unserer wertvollsten, aber oft übersehenen Ressourcen gelenkt – den Boden.

Böden sind unsere Lebensgrundlage. Sie produzieren Nahrungsmittel, tragen uns, binden Kohlendioxid, speichern und reinigen Wasser zugleich. Darüber hinaus sind sie Archive der Natur- und Kulturgeschichte: In ihren Schichten lassen sich Hinweise auf die Entwicklung unserer Landschaft und das Wirken des Menschen über Jahrhunderte hinweg ablesen: Meilerböden (wie auf dem Bild) sind in fast allen hessischen Mittelgebirgsregionen anzutreffen. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts waren Holz und Holzkohle die wichtigsten Energieträger. Zur Erzverhüttung und Eisenverarbeitung wurden enorme Mengen benötigt. Kohlenmeilerböden haben einen schwarzen, holzkohlereichen Oberboden. Der Boden unter dem Kohlenmeiler wurde durch die hohen Temperaturen „gebrannt“ und das im Boden enthaltene Eisen in das rötliche Eisenoxid Hämatit umgewandelt.

Auf der Webseite des Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie gibt es eine Karte mit Beispielen hessischer Archivböden, die eindrucksvoll von historischen Ereignissen berichten. Dort gibt es außerdem einen Überblick über zahlreiche Veranstaltungen sowie eine Kinderseite und viele weitere spannende Informationen rund um den „Boden des Jahres“.

Weitere Informationen finden Sie hier

Naturnaher Garten
Naturnaher Garten.
© HMLU

Neues aus dem Natürlichen Klimaschutz in Hessen

Mit Jahresbeginn wurde der reguläre Fördersatz des Programms „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen (KfW 444)“ von 80 Prozent auf 50 Prozent herabgesetzt. Finanzschwache Kommunen erhalten weiterhin einen erhöhten Fördersatz von 80 Prozent. Um Kommunen bei der Antragsstellung von Entsiegelungsmaßnahmen im Förderschwerpunkt D „Entsiegelung und Wiederherstellung von Bodenfunktionen“ der KfW-444 Förderung zu unterstützen, startet die LEA LandesEnergieAgentur Hessen GmbH in Kürze ein neues Beratungsangebot durch. Dieses umfasst:

  • Erstkontakt zur Ermittlung des individuellen Beratungsbedarfs und ggf. Konformität mit der KfW 444.
  • Identifikation, Datenerfassung und Beratung zu möglichen Entsiegelungsvorhaben und geeigneten Flächen.
  • Beratungstermin zur Ausgestaltung der ausgewählten Vorhaben/ Flächen.
  • Erstellung fertiger Antragsunterlagen.

Informationen zu Ansprechpersonen und Ablauf finden sich zeitnah auf der Webseite des Bündnisses der Klima-Kommunen Hessen.

Für grundlegende Fragen rund um Förderprogramme und Maßnahmen des Natürlichen Klimaschutzes steht das das Hessische Regionalbüro für Natürlichen Klimaschutz zur Verfügung.

Gruppenfoto Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ÖKOPROFIT- Einsteigerprogramms
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ÖKOPROFIT- Einsteigerprogramms+Klima.
© Landeshauptstadt Wiesbaden, Umweltamt / Sabine Roesler

Auftakt des neuen ÖKOPROFIT-Einsteigerprogramms+Klima

Im Dezember 2025 ging der ÖKOPROFIT-Klub mit 35 Unternehmen erfolgreich an den Start. Am 11. März fand nun auch der Auftakt des neuen Einsteigerprogramms ÖKOPROFIT+Klima statt. Im Fokus der 17. Projektrunde des betrieblichen Umweltberatungs- und Klimaschutz-Programms steht das Thema Klima. Die teilnehmenden Betriebe erstellen eine erweiterte Klimabilanz, um ihre wesentlichen Emissionen zu erfassen, und entwickeln einen Emissionsreduktionspfad.

Begleitet wird das rund einjährige Programm durch Workshops und individuelle Betriebsberatungen. So kann ein betriebliches Umwelt- und Klimamanagement auf- oder ausgebaut werden. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmenden die Zertifizierung „Wiesbadener ÖKOPROFIT-Betrieb“. Viele Betriebe engagieren sich zudem wieder im Rahmen der Bundesinitiative Energieeffizienz- und Klimaschutznetzwerke (IEEKN) und setzen sich gemeinsamen Energie- und CO2-Einsparziele.

Weitere Informationen zu ÖKOPROFIT Wiesbaden

KeyVisual Unser Schulessen
Mit dem neuen Tool können Schulen die Verpflegung weiterentwickeln.
© Helliwood media & education/FJS e.V.

Qualitätsmanagement „Unser Schulessen“

Gute Schulverpflegung ist mehr als nur eine warme Mahlzeit – sie beeinflusst Gesundheit, Wohlbefinden und Konzentrationsfähigkeit von Schülerinnen und Schülern. Mit dem neuen, digitalen Tool können Schulen ihre Verpflegungsangebote strukturiert weiterentwickeln und nachhaltiger gestalten.

Was bietet das Tool?

  • Qualitäts-Check mit Ampelsystem – Transparente Darstellung der Verpflegung und Identifikation von Optimierungsmöglichkeiten.
  • Ideen-Pool & Materialien – Erprobte Ansätze, Aktionspläne und Unterrichtsimpulse für eine nachhaltige Verpflegung.
  • Zufriedenheitsumfragen – Einfache Einbindung der gesamten Schulgemeinde.

Informationen und Anmeldung

Zwei Frauen schauen sich in einem Büro eine Unterlage an.
Räume für Kennenlernen und Austausch schaffen.
© istockphoto.com/SeventyFour

DemokratieKioske im Rhein-Main-Gebiet: Neue Räume für Beteiligung

Die DemokratieKioske sind eines der sichtbarsten Projekte des World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026: Aus vertrauten Kiosken im Quartier werden niedrigschwellige Treffpunkte für Austausch, Beteiligung und neue Perspektiven auf unser Zusammenleben. Sie laden Menschen aller Altersgruppen ein, über ihre Lebens- und Arbeitsumwelt ins Gespräch zu kommen und eigene Ideen für eine zukunftsfähige, demokratische und nachhaltige Region einzubringen.

Von Februar bis September 2026 entstehen in elf künstlerisch gestalteten DemokratieKiosken im Rhein-Main-Gebiet temporäre Räume für Dialog und Co-Creation – mit einem besonderen Fokus auf junge Menschen und Gruppen, die bisher selten erreicht werden. Geplant sind zahlreiche Veranstaltungen, Workshops und Aktionen sowie ergänzende „Young Urban Future Labs“ in Jugendeinrichtungen und Schulen sowie ein digitales „Gute Frage“-Tool, über das Impulse aus der gesamten Region eingebracht werden können.

Weitere Informationen finden Sie hier

Zwei Menschen reparieren zusammen ein Fahrrad
Repair-Cafe unter freiem Himmel.
© istockphoto.com/DragosCondrea

Zehn Jahre Repair-Cafe im Umweltladen Wiesbaden

Repair-Cafes sind eine weltweite Bewegung, in der Freiwillige ihr Wissen und handwerkliches Geschick nutzen, um defekte Alltagsgegenstände wieder funktionsfähig zu machen. Die Bewegung hat in den vergangenen Jahren immer mehr an Zulauf gewonnen und ist ein wichtiges zivilgesellschaftliches Instrument für die Kreislaufwirtschaft.

Auch in Wiesbaden ist diese Idee seit einem Jahrzehnt erfolgreich: Das Repair-Cafe im Umweltladen feierte im Februar sein zehnjähriges Jubiläum. Jeden letzten Samstag im Monat können Bürgerinnen und Bürger ihre kaputten Lampen, Toaster oder sonstige Gegenstände in die Luisenstraße bringen. Das Repair-Cafe zahlt somit auf zwei zentrale Aspekte der Nachhaltigkeit ein: Es schont Ressourcen, weil weniger neu gekauft werden muss. Gleichzeitig unterstützt das kostenlose Angebot besonders Menschen mit geringem finanziellem Spielraum und trägt somit zur sozialen Nachhaltigkeit bei.

Zur interaktiven Karte vieler Repair-Cafes in Hessen und weltweit

Gruppenfoto des 22. Runden Tischs BNE
Der 22. Runde Tisch BNE fand in Wiesbaden statt.
© HMLU

Neues aus der Nachhaltigkeitsallianz

Runder Tisch BNE: Wege zur Transformation – Beschäftigungs- und Zukunftsfähigkeit

Mit diesem Schwerpunkt fand der 22. Runde Tisch BNE am 12. März in Wiesbaden statt und rückte Projekte in den Mittelpunkt, die Nachhaltigkeit konkret umsetzen.

Steffen Wachter vom Hessischen Volkshochschulverband e.V. stellte „vhs goes green 2“ vor: Bundesweit setzen sieben Landesverbände und 36 Volkshochschulen konkrete Maßnahmen zum Klimaschutz in der eigenen Organisation um. Ziel ist es, die eigenen Treibhausgas-Emissionen im Projektzeitraum 2024 bis 2026 um rund 10 Prozent zu senken und klimaschonendes Handeln langfristig im Alltag der Einrichtungen zu verankern. Sofie Sämann (GFFB) und Dr. Hanna Schübel (Lust auf besser Leben gGmbH) stellten „FUTURE KMU“ vor. Das Projekt unterstützt kleine und mittlere Gastronomiebetriebe in der Region Frankfurt-Rhein-Main durch Lernformate, digitale Tools und Coaching dabei, Nachhaltigkeit in ihren Betriebsalltag zu integrieren. Marny Schröder betonte in ihrem Impuls „Fachkräfte für die Transformation: Herausforderungen und Chancen in Aus- und Weiterbildung“, dass Mitarbeitende zentrale Akteure auf dem Weg zur Transformation sind. Möglichkeiten zur Mitgestaltung spielen hierbei eine wichtige Rolle. Im World Café diskutierten die Mitglieder des Runden Tischs Hürden und Handlungsempfehlungen für zukunftsfähige Beschäftigung.

Der Runde Tisch BNE ist ressortübergreifend angelegt und bindet maßgebliche Bildungsakteure, Institutionen und Organisationen aus der formalen und non-formalen BNE in Hessen ein. Durch Informations- und Erfahrungsaustausch sowie konkrete Kooperationen zielt er auf Stärkung von BNE in allen Bildungsbereichen. Der Runde Tisch tagt zweimal im Jahr.

Weitere Informationen finden Sie hier

Gruppenfoto EcoDialog
Veranstaltet wurde der EcoDialog vom Hessischen Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, der IHK Lahn-Dill, dem RP Gießen und dem Landkreis Lahn-Dill Kreis.
© IHK Lahn-Dill

Genehmigungsverfahren im Fokus: EcoDialog im Lahn-Dill-Kreis

Ende Januar 2026 fand der EcoDialog des Forums Nachhaltige Standortstärkung der Nachhaltigkeitsallianz Hessen statt. Rund 120 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik diskutierten im Lahn-Dill-Kreis über effizientere Genehmigungsverfahren nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz.

Landrat Carsten Braun betonte in seiner Begrüßung, dass gezielter Bürokratieabbau zentral für Innovation und wirtschaftliches Wachstum ist, ebenso aber Umwelt-, Natur-, Lärm- und Artenschutz rechtssicher berücksichtigt werden müssen. Regierungsvizepräsident Jan Schneider unterstrich die Bedeutung leistungsfähiger, transparenter und praxistauglicher Verfahren für Unternehmen, Kommunen und Behörden und sah den Dialog als Chance für gemeinsame Lösungsansätze. IHK-Hauptgeschäftsführer Dietmar Persch machte deutlich, dass zügige, digitale und verlässliche Genehmigungsprozesse ein wichtiger Standortfaktor sind und Bürokratie nicht zur „Transformationsbremse“ werden darf. In mehreren Fachbeiträgen aus Bund, Land, Region und Wirtschaft wurden konkrete Ansätze zur Modernisierung von Verwaltungsprozessen, zur Beschleunigung von Verfahren und zur besseren Verbindung von Umwelt- und Gesundheitsschutz mit Investitions- und Innovationsvorhaben vorgestellt.

Mehr zu der gemeinsamen Veranstaltung des Lahn-Dill-Kreises, des Hessischen Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat (HMLU), des Regierungspräsidiums Gießen sowie der IHK Lahn-Dill finden Sie hier.

Ein Mann hält mit einem Handschuh Magnetokalorisches Material
Magnetokalorisches Material - entwickelt von MAGNOTHERM in Hessen.
© MAGNOTHERM

So geht nachhaltige Wirtschaft!

Klimafreundliche Kühlsysteme ohne Kältemittel „Made in Hessen“

Timur Sirman, CEO und Co-Founder von MAGNOTHERM:

„Bei MAGNOTHERM entwickeln wir magnetokalorische Kühlsysteme, die ohne schädliche Kältemittel auskommen, die in herkömmlichen Kühlsystemen verwendet werden. Diese Kältemittel sind starke Treibhausgase mit einer bis zu 24.000-mal stärkeren Wirkung als CO2. Unsere Technologie hingegen nutzt ein magnetisch aktiviertes Metall sowie einen Wasserkreislauf, der den Kühlprozess um bis zu 30 Prozent effizienter macht. Da kompressorbasierte Kühlung im Supermarkt bis zur Hälfte des Stromverbrauchs verursacht, senkt unser Ansatz den Energiebedarf deutlich.

Wir sind eine Ausgründung der TU Darmstadt. Die Forschung im Fachgebiet Funktionale Materialien unter Professor Oliver Gutfleisch hat die Basis für unsere Arbeit gelegt. Mit Hessen Kapital als Investor und mehreren Förderprojekten des Landes, darunter zwei LOEWE-Projekten, konnten wir die ersten POLARIS Geräte in hessischen Supermärkten installieren. 2019 haben wir den Hessischen Gründerpreis gewonnen. Heute errichten wir mit hessischen Partnern, der REWE Region Mitte sowie dem hessischen Hersteller KMW Limburg, die ersten Pilotanlagen. Vielleicht werden die nächsten Lebensmittel, die Sie kaufen, schon von unserer Technologie gekühlt!“

Kartons und weitere Dinge liegen in einem Zimmer auf dem Boden
Kategorien bilden spart Zeit und Nerven beim Ausmisten.
© RDNE Stock project

Gewusst wie!

Frühjahrsputz und Ausmisten nachhaltig: Platz schaffen, Ressourcen schonen

Das Frühjahr steht für Aufbruchstimmung: Wenn die Sonne stärker scheint und die Tage heller und länger werden, nehmen das viele Menschen zum Anlass für den Frühjahrsputz. Die eigenen vier Wände einmal grundlegend säubern und entrümpeln, steht für Viele symbolisch dafür, alte Lasten loszuwerden und geordnet neu zu starten. Besonders schwer fällt das Loslassen ungenutzter Möbel oder Kleidung. Im Nachgang fühlt sich das Abgeben jedoch oft erlösend an: Statt sie verstauben zu lassen, ermöglicht es den Stücken ein zweites Leben und schenkt anderen Menschen Freude daran.

Ein nachhaltiger Frühjahrsputz spart Geld und schont die Umwelt

Mit ein paar einfachen Kniffen kann der Frühjahrsputz einen großen Mehrwert für die eigene Geldbörse und die Umwelt liefern. Statt vieler spezialisierter chemischer Reinigungsmittel, reicht meist eine kleine Auswahl, um alle Oberflächen im Haus zu reinigen. Diese Checkliste zeigt, welche Mittel wirklich notwendig sind, und wie durch richtige Anwendung Geld und Ressourcen gespart werden können.

Um das Entrümpeln stressfrei und effektiv zu gestalten, hilft es, Kategorien zu erstellen. Interessante Ideen, Konzepte und Hilfestellungen zur nachhaltigen Entrümpelung stellt der Kompass Konsumreduktion vor, der aus einem partizipativen Forschungsprojekt der TU Berlin entstanden ist. Gegenstände zum Weiterverkauf können auf lokalen Flohmärkten, in Antiquitätsläden, Second-Hand Geschäften oder auf online Plattformen angeboten werden. Auch auf der Karte von „Hessen will’s messen" lassen sich viele Anbieter und Geschäfte finden. Der Verkauf bietet gleichzeitig die Möglichkeit, neue Lieblingsstücke zu finden. Für die richtige Entsorgung von Textilien bietet das Re-Use Netzwerk in Hessen hilfreiche Orientierung.

Wichtige Rohstoffe retten durch korrektes Entsorgen

Alte und kaputte Technikgeräte beinhalten Materialien, die für die Herstellung neuer Geräte verwendet werden können. Andere Stoffe müssen kontrolliert entsorgt werden, da sie bei Austreten Umwelt- und Gesundheitsschäden verursachen können. Über den richtigen Umgang mit aussortierten Gegenständen sowie Verbraucherrechte gibt dieser Leitfaden einen guten Überblick. Diese interaktive Karte zeigt Ihnen Entsorgungsstellen für E-Schrott in Ihrer Nähe. Weitere Informationen über den Umgang mit Elektroschrott in Hessen finden Sie zudem auf dieser Webseite des HMLU.

Nachhaltigkeit zum Entdecken

Rhein.Main.Fair – Sport handelt nachhaltig

Die Akteursplattform Rhein.Main.Fair e.V. zeigt in ihrer Broschüre „Nachhaltige SportFAIReine“, wie und in welch vielfältigen Bereichen Sportvereine nachhaltige Entwicklung mitgestalten können. Gefördert von der Flughafen-Stiftung und Brot für die Welt werden konkrete Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt, Beste-Praxis-Beispiele vorgestellt, Hintergrundinformationen geliefert und Praxistipps gegeben. Neben der Broschüre finden Sie auf der Webseite eine digitale Plakatausstellung mit Beiträgen zweier Veranstaltungsreihen zu Nachhaltigkeit und Fairem Handel in Sportvereinen.

Zur Broschüre

Weitere Informationen hier

Hessischer Energiebericht 2023 veröffentlicht

Der neue Energiebericht des Hessischen Ministeriums der Finanzen zeigt: Der Energieverbrauch der Landesliegenschaften für Wärme, Strom und Kälte sank gegenüber 2021 um rund 13 Prozent.

Auch die Eigenerzeugung aus Photovoltaik wurde ausgebaut – mit einer installierten Leistung von 2.434 kWp erzeugte das Land 2023 rund 1.450 MWh Strom, was etwa 360 Vier-Personen-Haushalten entspricht und über 340.000 Euro Stromkosten einspart. Inzwischen stammen rund 52 Prozent der Wärmeversorgung aus Fernwärme und Biomasse.

Das Hessische Ministerium der Finanzen erstellt zusammen mit dem Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH) regelmäßig einen Energiebericht für den staatlichen Hochbau und den Gebäudebetrieb des Landes Hessen.

Zum vollständigen Bericht

Praxisleitfaden zur Klärschlammverwertung und Phosphorrückgewinnung

Die Ausschreibung der Klärschlammverwertung einschließlich Phosphorrückgewinnung ist ein komplexes Thema mit vielen Facetten. Um Kommunen, Zweckverbände und Entscheider gezielt bei der Vorbereitung und Durchführung von Ausschreibungen zur Klärschlammverwertung einschließlich der Phosphorrückgewinnung zu unterstützen, wurde die „Handreichung für öffentliche Auftraggeber“ entwickelt. Sie dient als praxisorientiertes Instrument zur strukturierten Entscheidungsfindung und zur rechtssicheren Ausgestaltung von Vergabeverfahren.

Als Leitfaden mit Checklisten und Beispielen mit direktem Bezug zum Fachthema kann die kommunale Praxis sie zur Hand nehmen, um sich der Aufgabe und den damit verbundenen Herausforderungen zu stellen.

Weitere Informationen rund um das Thema Phosphorrückgewinnung finden Sie hier.

Termine

Weitere Informationen zu unserer Arbeit

Mitmachangebote

Themen

Chronik